Johannes Lerle

Christliche Schriften gegen den Zeitgeist

www.johannes-lerle.net

Gedichte

 

Offenkundigkeit

 

          In der freiesten Gesellschaft,

          die's seit je in Deutschland gibt.

          darf ich - heißt es - alles sagen,

          was zu sagen mir beliebt.

           

          Freie Meinung, Forschung. Lehre

          sind vom Grundgesetz verbürgt.

          Niemals werden sie - so heißt es

          hier im Rechtsstaat abgewürgt.

           

          So viel Freiheit will verdient sein,

          darum ist es auch suspekt,

          das zu meinen, forschen, lehren,

          Was politisch nicht korrekt.

           

          Denn seit mehr als fünfzig Jahren

          sagt man uns zu jeder Frist,

          was wir blind zu glauben haben,

          weil das "offenkundig" ist.

           

          Einen, der da Zweifel äußert,

          und das auch beweisen will,

          macht der Rechtsstaat unverzüglich

          durch den Richter stumm und still.

           

          Die Beweise mal zu prüfen

          ist der Richter nicht bereit,

          denn das hat er gar nicht nötig,

          wegen "Offenkundigkeit".

           

          Wer nicht glaubt, was vorgeschrieben.

          Ist kein guter Demokrat,

          jedenfalls ganz offenkundig

          nicht in unserem Musterstaat.

           

          Mir erscheint es offenkundig

          und das drückt mich ziemlich schwer:

          Mit dem Rechtsstaat und der Freiheit

          ist s bei uns nicht mehr weit her.  

          (Sedinus)

 

Das Trauerspiel von Afghanistan. (Fontane)
 

          Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
          Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
          „Wer da!“ – „„Ein britischer Reitersmann,
          Bringe Botschaft aus Afghanistan.““

          Afghanistan! er sprach es so matt;
          Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
          Sir Robert Sale, der Commandant,
          Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.

          Sie führen in’s steinerne Wachthaus ihn,
          Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
          Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
          Er athmet hoch auf und dankt und spricht:

          „Wir waren dreizehntausend Mann,
          Von Cabul unser Zug begann,
          Soldaten, Führer, Weib und Kind,
          Erstarrt, erschlagen, verrathen sind.

          „Zersprengt ist unser ganzes Heer,
          Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
          Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
          Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“

          Sir Robert stieg auf den Festungswall,
          Offiziere, Soldaten folgten ihm all’,
          Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,
          Die uns suchen, sie können uns finden nicht.

          „Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
          So laßt sie’s hören, daß wir da,
          Stimmt an ein Lied von Heimath und Haus,
          Trompeter, blas’t in die Nacht hinaus!“

          Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd’,
          Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
          Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
          Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.

          Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
          Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
          Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
          Umsonst, daß ihr ruft, umsonst, daß ihr wacht.

          Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
          Vernichtet ist das ganze Heer,
          Mit dreizehntausend der Zug begann,
          Einer kam heim aus Afghanistan

           

 

 

Du bist ja tolerant

 

 

Du bist ja tolerant –
und holst den Moslem in Dein Land.
Doch schneidet er Dir ab den Kopf,

dann jammre nicht – Du dummer Tropf!

 

 

Zitate aus dem Koran: „Ich werde denjenigen, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!“ (Sure 8, Vers 12). „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, dann lasst sie ihres Weges ziehen!“ (Sure 9, Vers 5)