Johannes Lerle

Christliche Schriften gegen den Zeitgeist

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Der Sauerteig der Pharisäer

Bevor die Jünger Jesus begegneten, hatten sie ganz anders gedacht und empfunden als später nach Pfingsten, als sie in alle Welt gingen, um Jesu Botschaft zu verbreiten. Ein Beispiel ist, daß ausgerechnet Johannes, der später in seinem Evangelium und in seinen Briefen so viel von der Liebe schreibt, und Jakobus Christus baten, Feuer vom Himmel auf ein Dorf der Samariter fallen zu lassen (Luk. 9,54). Bei seinen Jüngern baute Christus nach und nach geistliche Erkenntnis auf. In einem seiner Gespräche warnte er sie vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer. Daß die Jünger diese Warnung auf den Sauerteig des Brotes bezogen, (Matth. 16,5-12), läßt deren irdische Ausrichtung erkennen und zeigt, wie sehr sie diese Warnung nötig hatten.

Auch die Pharisäer waren irdisch gesinnt. Irdisch war deren Vorstellung vom Gottesreich, das der Messias bringen werde. Das Gottesreich, das Christus predigte, entsprach aber nicht ihren Vorstellungen. Auch deshalb lehnten sie Jesus ab. Aber die Sehnsucht nach einem Messias blieb, wenn auch nach einem anderen Messias, als Jesus einer war. In ihrer Ungeduld, daß er nun endlich erscheine, gingen sie ihm voran. Wer vorangeht, gibt die Richtung vor. Die Richtung, auf der Jesus von Nazareth voranging, hatte den Leuten nicht gepaßt: Sündenerkenntnis, Buße, Sanftmut, Demut, jedermanns Diener sein, sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen ... So hatte man sich den König auf dem Thron Davids nicht vorgestellt. Man maß Jesus an den eigenen Vorstellungen mit dem Ergebnis, daß er nicht der Messias sein könne. Man wartete auf einen anderen Messias, und in Ungeduld bereitete man diesem anderen Messias den Weg vor. Das geschah nicht so, wie Johannes der Täufer dem von ihm verkündigten Christus den Weg durch seine Bußpredigt vorbereitet hatte, sondern durch den Krieg gegen die Römer im Jahre 70. Dieser setzte einen Aktionismus voraus, bei dem der Schwerpunkt vom Handeln Gottes wegverlegt wurde auf das Handeln der Menschen. Daß es Gott ist, der sein Königreich errichtet, gerät auf diese Weise aus dem Blickfeld. Statt dessen bauen Menschen das Gottesreich bzw. das, was sie dafür halten. Die Frage ist dann nicht: Was will Gott, daß ich tue?, sondern: Welche Mittel führen zum Erfolg? Und diese Frage wird dann auch nicht vom Gotteswort aus beantwortet, sondern durch die menschliche Klugheit. Das heißt, sie wird von dem aus beantwortet, was der Teufel für Klugheit ausgibt. Entsprechend schmutzig sind die Wege dann auch. Dem Reich Gottes dadurch dienen, daß man die Wege Gottes verläßt. Das war der Weg der Pharisäer. Sie verließen ständig die Wege Gottes, um ihrer Macht und ihrem Einfluß, den sie mit dem Reich Gottes verwechselten, zu dienen.

Das soeben Gesagte sind Schlußfolgerungen aus den Taten er Pharisäer. Gepredigt hatten sie das so nicht, sondern lediglich ständig in dieser Weise so gehandelt. Jesus sagt von ihnen zum Volke: „Alles nun, was sie euch sagen, das tut und handelt; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen’s zwar, tun’s aber nicht“ (Matth. 23,3). Sie predigten mehr oder weniger die reine Lehre, waren aber im Herzen voller Bosheit. Ihre Frömmigkeit wurde von den Leuten bewundert. Doch diese war nur Show, wie Jesus sagt: „Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden“ (Matth. 23,5). Sie legten viel Gelehrsamkeit an den Tag, um den Forderungen des Gesetzes, das sie anderen predigten, persönlich auszuweichen. „Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen“ (Matth. 23,4). Jesus nennt sie Heuchler (Matth. 23,13), Lügner (Joh. 8,55) und Mörder (Math. 22,7). Schauen wir uns deren Taten an, die eine derartige Charakterisierung rechtfertigen. Tatsache ist, daß Jesus viele Zeichen und Wunder getan hat. Konnten sie diese nicht bestreiten, dann verleumdeten sie Jesus wenigstens, er würde durch Beelzebul die Teufel austreiben (Matth. 12,24). Nur drei oder vier Kilometer von Jerusalem entfernt, und zwar in Bethanien, hatte Jesus den Lazarus lebendig gemacht, der schon vier Tage im Grabe war und schon stank. Leute kamen nach Bethanien nicht nur um Jesu willen, sondern auch, um den auferweckten Lazarus zu sehen. Da beschlossen die Hohenpriester, auch Lazarus zu töten (Joh. 12,10). Hatten sie Jesus immerhin für einen Gotteslästerer gehalten, weil er sich Gott gleich machte (Joh. 10,33; Matth. 26,63-65), so lag gegen Lazarus nichts und auch gar nichts vor. Dessen Auferweckung zeigt Jesu göttliche Allmacht. Doch die Hohenpriester hatten sich nun einmal gegen Jesus entschieden. Jesus sagt später vor Pilatus: „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ (Joh. 18,37). Und der Apostel Paulus schreibt von denen, die die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben (2. Thess. 2,10). Da die Pharisäer aber weder aus der Wahrheit waren, noch Liebe zur Wahrheit hatten, sondern Lügner und Heuchler waren, deshalb ließen sie sich nicht einmal durch den eindeutigen Beweis von Jesu Allmacht von ihrem falschen Wege abbringen. Mit krimineller Energie verteidigten sie diesen vielmehr, indem sie den Zeugen für die Falschheit ihres Weges, nämlich den auferweckten Lazarus, umbringen wollten. Dadurch erweisen sie sich als Mörder.

Solche Tatsachen zu unterdrücken, die den eigenen Weg als Irrweg entlarven, war auch ihre Reaktion auf die Auferstehung Jesu. Nicht etwa die Jünger, sondern einige der Soldaten, die das Grab bewacht hatten, berichteten den Hohenpriestern von der Auferstehung Jesu. Nach Beratung mit den Ältesten gaben sie den Soldaten viel Geld, damit sie die Lüge verbreiteten, die Jünger hätten Jesu Leib gestohlen, während sie schliefen (Matth. 28,11-13).

In ihrem Kampf gegen Christus waren die Hohenpriester sogar so weit gegangen, daß sie vor Pilatus die Messiashoffnung, angeblich das Herzstück ihres Glaubens, verleugneten, indem sie sagten: „Wir haben keinen König als den Kaiser“ (Joh. 19,15). Als römischer Beamter konnte Pilatus unmöglich weniger kaisertreu sein als die jüdischen Hohenpriester. So ließ sich Pilatus zur Rechtsbeugung erpressen. Das erstrebte Todesurteil für Jesus war erreicht. Aber man hatte sich nicht nur von Jesus losgesagt, sondern auch vom Messiasglauben der Väter und dafür den Kaiser der verhaßten römischen Fremdherrschaft als seinen König erwählt. Dabei sollte der Tod Jesu doch einem guten Zweck dienen, und zwar das erhalten, was die Juden noch an Eigenständigkeit gegenüber den Römern hatten. Als Folge von Jesu vielen Wundern, besonders der Auferweckung des Lazarus, befürchteten die Hohenpriester, die Pharisäer und der Hohe Rat: „Lassen wir ihn so, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute“ (Joh. 11,48). Um das Schlimmste zu verhindern, sollte Jesus getötet werden (Joh. 11,53). Der Sache Gottes dadurch dienen, daß man die Wege Gottes verläßt. Das mag zwar als menschliche Klugheit erscheinen; das ist aber nicht, was Gott von uns erwartet.

Daß die Personen, die sich damals so schändlich verhalten hatten, inzwischen längst gestorben sind, bedeutet keineswegs, daß es heute keine Pharisäer mehr geben würde. Im Gegenteil: Deren Lehre, deren Denk- und Handlungsweise und auch deren Feindschaft gegen Jesus besteht unter denen fort, die sich selbst als „Juden“ bezeichnen, obwohl sie es wegen ihrer Ablehnung Jesu im biblischen Sinne nicht sind. Unter ihnen lebt die alte Hoffnung der Pharisäer nach einem irdischen Schlaraffenland fort, das der Messias bringen werde, wenn er in Jerusalem seine Königsherrschaft aufrichten werde. Und diese Hoffnung hat in unserer Gegenwart erhebliche politische Auswirkungen.

Nachdem im 19. Jahrhundert bei allen Völkern das nationale Bewußtsein erwachte und sie danach strebten, in Nationalstaaten zu leben, erwachte es auch bei den „Juden“. Für einen „Juden“staat auf dem Gebiet des längst untergegangenen Staates Israel warb der als Folge seiner Bordellbesuche geschlechtskranke Freimaurer Theodor Hertzel. Damals gehörte diese Gegend zum Osmanischen Reich, das Deutschlands Verbündeter im Ersten Weltkrieg war. In diesem Krieg war Amerika bis März 1917 offiziell neutral. England versuchte, Amerika mit in den Krieg hineinzuziehen.

Die wirklichen Machtzentren in der Weltpolitik sind nicht die Staatsoberhäupter, sondern die Freimaurerlogen. Wer das nicht glauben will, der sollte einmal der Frage nachgehen, wie hoch der Anteil der Freimaurer unter den Bauern, unter den einfachen Arbeitern, unter den Sozialhilfeempfängern und wie hoch deren Anteil unter den US-Präsidenten ist. Die Freimaurerlogen sind Männer-Geheimbünde, die am Tempel der Humanität mauern. Mit langfristigen Strategien arbeiten sie auf eine antichristliche Weltregierung hin. Sie unterwandern sämtliche gesellschaftlich relevante Gruppen wie z. B. Parteien, Kirchen, Medien u. s. w. Man kann nicht selbst Mitglied werden, sondern sie suchen sich fähige Männer, die sie aufnehmen, selbst aus und bringen sie an die Schaltstellen in Politik, Medien, Wirtschaft, Justiz, Kirchen ... . Durch Doppelmitgliedschaften kontrollieren die Hochgradlogen die niederen Logen. Dann gibt es noch die B’nai B’rith (hebr.: Söhne des Bundes) –Loge, der nur „Juden“ angehören können, deren Glieder das gesamte Freimaurerwesen kontrollieren. Die „Juden“ betrachten sich als das auserwählte Volk, das die Weltherrschaft auszuüben habe. Der Drang zur Weltherrschaft ist bei ihnen religiös motiviert. Durch ihre politische Macht lenken sie die Geldströme zu „jüdischen“ Stellen, und die Finanzen setzen sie ein, um weitere Macht zu erlangen, u. s. w. Andere, die ebenfalls großen Reichtum anhäufen, wollen diesen genießen. Doch die “jüdischen“ Weltbeherrscher wollen sich nicht auf die faule Haut legen. Sie setzen vielmehr ihren ergaunerten Reichtum ein, um ihre Weltmacht auszubauen, nach der sie mit religiösem Eifer streben.

Der Teufel zeigte Jesus alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und bot ihm an: „Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest“ (Matth. 4,8f). Bei Jesus war er abgeblitzt, nicht aber bei den „Juden“. Zu den „Juden“ sprach Jesus: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und Vater der Lüge (Joh. 8,44). Daß die „Juden“, die die wirkliche Macht hinter den Kulissen haben, sich dem Teufel verschrieben haben, dokumentieren sie durch die Teufelssymbole, die sogar auch der deutsche Personalausweis enthält.35 Daß die Herrschenden, und das sind nun einmal die „Juden“, sich dem Teufel verschrieben haben, zeigt sich auch darin, daß besonders die Grundschulen den Kindern okkulte Praktiken vermitteln. Der bewußte Teufelsdienst wird auch darin deutlich, daß diese Mißstände schon lange öffentlich beklagt werden, ohne daß sich bisher etwas gebessert hätte. Dadurch wird offensichtlich, daß die Teufelsdiener vorsätzlich mit krimineller Energie handeln. Diese äußert sich auch darin, daß die Teufelsdiener auch Eltern verfolgen und sogar schon ins Gefängnis geworfen haben, weil sie ihre Kinder von dieser und anderer Verführung zur Sünde fernhalten wollen.

Die Teufelsdiener verfolgen die Jesusnachfolger auf den niedrigsten politischen Ebenen; sie steuern auch die große Weltpolitik. Mit ihrem vielen Geld kaufen sie Zeitungsunternehmen und bestimmen dadurch den Inhalt der Druckerzeugnisse. Auch die anderen Zeitungsunternehmen wollen Geld erwirtschaften. Das bekommen sie zum wesentlichen Anteil von den Anzeigenkunden. Indem die großen Unternehmen, deren überwiegender Teil sich in „jüdischen“ Händen befindet, Anzeigen aufgeben oder nicht aufgeben, erzwingen sie das Wohlverhalten der Presse, deren Einnahmen zum wesentlichen Teil von den Anzeigenkunden stammen. Durch diese Machtstrukturen können die Freimaurer eine Kriegshetze inszenieren, wenn es ihren Zielen zu dienen scheint.

Man bedenke: Amerika hatte durch seine geographische Lage die ideale Voraussetzung, sich aus den europäischen Kriegen herauszuhalten. Daß Amerika trotzdem in den Ersten Weltkrieg eintrat, zeigt die große Macht und die hohe Intelligenz bestimmter hochkrimineller Eliten, die die große Masse nicht minder krimineller Dummköpfe steuerten.

Vor dem März 1917 konnte Amerika nicht an der Seite Rußlands in den Ersten Weltkrieg eintreten, denn Rußland war ein antisemitisches Land. Doch das änderte sich mit dem Sturz des Zaren in der Februarrevolution, die nach unserem Kalender im März 1917 stattfand. Im April erklärte Amerika Deutschland dann den Krieg. Und die „jüdisch“ beherrschten Medien logen dann z. B., deutsche Soldaten hätten in Belgien kleine Kinder in die Luft geworfen und mit Bajonetten aufgespießt – also Greuellügen, wie wir sie von Amerika auch vom Zweiten Weltkrieg und in unserer Gegenwart kennen. Wer den Teufel zum Vater hat, der kann das Lügen eben nicht lassen. Wer wie die „Juden“ die Wege Gottes ohnehin verlassen hat, für den ist auch nicht der Wille Gottes entscheidend, sondern die Erfolgsaussichten; für den heiligt der Zweck die Mittel. Und die Lügen wie die von deutschen Soldaten aufgespießten belgischen Kinder waren erfolgreich. Amerika wurde in den Krieg hineingezogen. Dadurch hat ihn England gewonnen. Als Folge davon konnten “Juden“ im vormals osmanisch beherrschten Palästina siedeln. So sündig begann die Geschichte des späteren Staates Israel, und nicht weniger sündig war deren Fortgang.

Ein eigener Judenstaat als Zentrum des Weltjudentums erschien auch deshalb für notwendig, weil sich die „Juden“ in ihren Ländern ständig assimilierten, so daß es schien, daß es in absehbarer Zeit keine “Juden“ mehr geben würde. Gegen diese Entwicklung wendeten sich sowohl die „jüdischen“ Nationalisten als auch Hitler. Beide kooperierten miteinander, um die „Juden“ zu bewegen, Deutschland zu verlassen und sich in Palästina anzusiedeln. Die gemeinsamen Feinde sowohl Hitlers als auch der „jüdischen“ Nationalisten waren die assimilierten „Juden“, die Deutsche sein wollten. Diese kamen ins KZ, und viele von ihnen wurden umgebracht. Nicht ohne Grund wird Hitler auch als der eigentliche Begründer des Staates Israel gesehen. Während seiner Herrschaft und auch danach als Reaktion auf die Verfolgung wuchs die „jüdische“ Bevölkerung in Palästina. Dabei wurde das viele Unrecht, das Hitler den „Juden“ zugefügt hatte, durch Greuelpropaganda aufgebauscht. „Juden“ seien zu Seife verarbeitet worden. Amerikanische Soldaten erzählten überall in Amerika von der Gaskammer, die sie in Dachau gesehen hätten. Doch diese war eine Fälschung, die nach dem Krieg von deutschen Kriegsgefangenen angefertigt worden war. Auch von der in Auschwitz gezeigten angeblichen Originalgaskammer wird inzwischen eingeräumt, das es sich um eine „Rekonstruktion“ handelt. Das deutsche Wort für eine „Rekonstruktion“, die als Original ausgegeben wird, ist „Fälschung“. Die Geständnisse des Auschwitzer Lagerkommandanten Höss, die mit den Naturgesetzen unvereinbar sind, wurden von britischen Folterspezialisten erpreßt. Wenn heutige „Juden“ ebenso den Teufel zum Vater haben wie die „Juden“ zur Zeit Jesu, dann wird ebenso massiv gelogen, dann können wir nichts anderes erwarten.

Das Entsetzen über die sechs Millionen vergasten „Juden“ führte zu einer Welle des weltweiten Verständnisses für die Errichtung eines eigenen Judenstaates, damit sie im Lande ihrer Vorfahren eine Zuflucht haben, wenn sich ein ähnlicher Völkermord wiederholen sollte. Doch Palästina war keineswegs menschenleer, und die dortige Bevölkerung hatte nichts mit den Vorgängen in Europa zu tun. Warum sollen sie ihr Land zugunsten irgendwelcher Eindringlinge abgeben?

Durch viele Terroranschläge kam der Staat Israel zustande. So sprengten am 22. Juli 1946 Terroristen der unter Menachim Begins Kommando stehenden „Irgun“-Truppe das King-David-Hotel in Jerusalem in die Luft mit mehr als hundert Toten, in dem sich das Hauptquartier des britischen Generalstabs befand.36 Am 9. April 1948, also fünf Wochen vor der Unabhängigkeitserklärung, richteten Terroristen unter dem Kommando Begins und Schamirs in dem Dorf Deir Jassin nahe Jerusalem ein schreckliches Massaker an ca. 250 wehrlosen Frauen, Kindern und Greisen an, während die Männer auf dem Felde arbeiteten. Später rechtfertigte Begin dieses Verbrechen mit den Worten: „Ohne Deir Jassin hätten wir heute kein Israel“37. Die Palästinenser flohen 1948 somit aus Furcht, von „jüdischen“ Terroristen massakriert zu werden, und nicht etwa auf Geheiß der Araberführer, wie „christliche“ Zionisten fälschlich behaupten. Durch Vertreibung, durch ethnische Säuberungen von der Art, wie sie von Polen in den deutschen Ostgebieten und später von Serben in Bosnien durchgeführt wurden, haben „jüdische“ Raubmörder „ihr“ Land erobert.

Eigenmächtig und ohne den Auftrag Gottes waren die geistigen Nachkommen derer, die Gott wegen der Verwerfung Jesu (Matth. 22,7) vertrieben hatte, zurückgekehrt. Diese Rückkehr geschah völlig ohne Reue und Buße. Gott hat ihre geistigen Vorfahren durch die Römer vertreiben lassen; in frecher Opposition gegen Gott gehen sie zurück. Für ein derart frevelhaftes Tun gibt es keine Verheißung Gottes.

Wenn man „christliche“ Zionisten auf den „jüdischen“ Terrorismus hin anspricht, dann tun sie das mitunter als Verleumdung ab. Und in der Tat kann jede Aussage, die nicht der Bibel entnommen worden ist, erstunken und erlogen sein. Doch daß 1948 der Staat Israel gegründet wurde, steht auch nicht in der Bibel. Schon gar nicht steht in der Bibel, daß dieser Staat unter dem besonderen Segen Gottes stünde. Und wenn gepredigt wird, daß die Endlösung der Menschen die Gaskammern in Auschwitz sei, die Endlösung Gottes aber der Staat Israel, so geht auch diese Verkündigung über die Bibellehre hinaus. Erstens ist die “Geschichtsschreibung“ dabei, die Gaskammern behutsam von Auschwitz wegzuverlegen. Zur Zeit weiß niemand, wo die große Zahl von sechs Millionen vergast worden sein könnte. Zweitens wird erst die Zukunft zeigen, ob der Staat Israel wirklich eine Endlösung ist, oder ob er vielleicht nicht doch noch zusammenbricht.

Wenn man „christliche“ Zionisten auf die vielen Sünden im Staat Israel hinweist, dann entgegnen sie: Gott habe die Totengebeine zusammenrücken lassen (Hes. 37,7). Aber erst in Zukunft würden diese lebendig werden. Die weitere Entwicklung wäre die Wiederkunft Christi und seine Weltregierung im Tausendjährigen Friedensreich von Jerusalem aus.

Unter den Chiliasten, also denen, die ein Tausendjähriges Reich für die Zukunft erwarten, gibt es zwei Hauptrichtungen, und zwar den Prämillenniarismus und den Postmillenniarismus. Die Prämillenniaristen meinen, wir gehen der großen Drangsal entgegen. Und dann kommt Christus wieder, um sein Tausendjähriges Friedensreich aufzurichten. Also: Wie die Vorsilbe “prä“ sagt, kommt Christus zuerst, dann erst das Friedensreich. Dagegen meinen die Postmillenniaristen, daß es in der Geschichte eine Weiterentwicklung gäbe, deren Ende die Herrschaft Christi sein werde. Die Vorsilbe „post“ drückt aus, daß Christus nach der Höherentwicklung wiederkomme.

Der Postmillennialismus ist äußerst gefährlich. Die Leute verfolgen die politischen Nachrichten und machen sich (eventuell anhand der Offenbarung des Johannes) Gedanken, wo wir zur Zeit in der geschichtlichen Entwicklung, die zum Tausendjährigen Reich verlaufe, stehen. Sie betrachten die Heilsgeschichte aus der Perspektive Gottes. Bei dieser Betrachtungsweise sind Christi Tod und Auferstehung nicht das Zentrum der Weltgeschichte, sondern lediglich Etappen in der Entwicklung zum Tausendjährigen Reich. Man ist voller Ungeduld. Bei jeder politischen Nachricht, die irgendwie relevant sein könnte, hofft man, daß es nun endlich weitergeht. Da man aus der Perspektive Gottes sich anmaßt zu denken, geht man in Ungeduld Jesus Christus voran, anstatt ihm nachzufolgen.

Zum Teil bewirkt diese Denkweise auch Taten, die Jesusjünger aus anderen Gründen zu tun verpflichtet sind. Es steht nämlich geschrieben, daß vor Jesu Wiederkunft das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt werden wird (Matth. 24,14). Damit es nun endlich weitergehen kann, gehen Missionare in alle Welt.

Aber die Bereitschaft, Jesus voranzuschreiten, bringt vor allem viel Unheil und Krieg. In der Zeit, als es noch keinen Staat Israel gab, galt Amerika als das neue Israel, das aller Welt eine demokratische Friedensära bringe, die in die Königsherrschaft Jesu einmünden werde. Um diese aufzurichten, müssen die Soldaten Christi in einer Art “letztem Gefecht“, in einem endgültigen Harmagedonkampf, den Kopf der Schlange von 1. Mose 3 zerschmettern, und die demokratische Friedensära bricht an, die in die Königsherrschaft Christi übergehen werde. Die zu tötende Schlage waren im Bürgerkrieg 1861-1865 die Südstaaten, im Krieg des Jahres 1898 das katholische Spanien und im Ersten Weltkrieg der undemokratische Deutsche Kaiser. Der Zweite Weltkrieg wurde ebenfalls als ein endgültiges Harmagedongefecht für Menschenrechte, für Demokratie und für Glaubensfreiheit geführt. In den vom Weltjudentum beherrschten Freimaurerlogen wurde dann entschieden, ob Stalin oder Hitler als Inkarnation Satans zu gelten hat, die im Bündnis mit dem jeweils anderen zu bekämpfen ist. Und ein Riesenheer blinder Blindenführer auf den Kanzeln hatte die Blicke der Gläubigen abgewendet von Jesu Kampf gegen den Teufel auf dem Hügel Golgatha hin zu dem Endkampf der US-Armee gegen den Satan in der Gestalt Adolf Hitlers.

Seitdem es im Nahen Osten einen Staat gibt, der sich Israel nennt, ist die Verführung der Gläubigen angewachsen. Dort seien die Totengebeine zusammengerückt. Was weiter geschehen werde, meint man zu wissen. Indem man die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung aus der Perspektive Gottes betrachtet, sieht man sich in der Lage, selbst zu handeln und Christus notfalls voranzuschreiten, wenn er nicht so schnell in dem Sinne handelt, wie wir meinen, daß er handeln müßte. Das gleiche taten Jesu Zeitgenossen. Die Römer regierten, und Gott ließ sie gewähren. Dann haben die „Juden“ im Jahre 70 selbst gehandelt und wollten die Römer rausschmeißen.

Heute bedrohen mächtige Feinde den Staat Israel. Daß Gott es ist, der die Totengebeine zusammengeführt habe, wird zwar gepredigt; doch die Prediger glauben das selber nicht. Zumindest glauben sie nicht, daß Gott diesen Staat, dessen Gründung angeblich in seinem Heilsplan liege, schützt und bewahrt, obwohl dies ständig gepredigt wird. Folglich müßten Menschen das tun, was Gott zu tun unterläßt. Und das, was Menschen tun, ist ebenso schmutzig und sündig wie das, was die Hohenpriester taten, nachdem sie sich gegen Jesus entschieden hatten.

Israel ist von feindlichen Staaten umringt. Der gefährlichste Feind schien die islamische Republik Iran zu sein. Gegen Ende der Regierungszeit des US-Präsidenten Carter nahmen Studenten Personal der US-Botschaft im Iran als Geiseln, die später der iranischen Regierung übergeben wurden. Eine Weltmacht, die sich so etwas bieten läßt, ist keine Weltmacht. Doch das scheinheilige Amerika ist viel zu friedliebend, um einen Krieg zu beginnen. Nach dem Beginn der Präsidentschaft von Ronald Reagan begann der Irak unter Saddam Hussein einen Krieg gegen den Iran, der über eine Million Menschenleben kostete. Wie die Öffentlichkeit später erfuhr, lieferte Amerika Waffen, einschließlich Massenvernichtungswaffen, und Satellitenbilder an den Irak. Den Israelfeind Irak bei dessen Aggression gegen den Israelfeind Iran zu unterstützen, das ist das Werk von Mördern. So nannte Jesus die Pharisäer (Matth. 22,7). Diese Charakterisierung trifft auch für Amerika, die Schutzmacht Israels, zu.

Dann hörte der Irak-Iran-Krieg auf, und Amerika inszenierte 1991 unter Reagans Nachfolger George W. Bush dem Älteren einen Krieg gegen den Irak. Dazu machte man sich die Aggressivität des irakischen Präsidenten Hussein zu nutze. Husseins neues Ziel war Kuweit. Da äußerte eine amerikanische Botschafterin, daß Amerika nicht einschreiten werde. Indem Hussein sich auf die Zusage seines Verbündeten aus der Zeit des Krieges gegen den Iran verließ, fiel er in Kuweit ein. Nun saß er in der Falle, und Amerika konnte sich als Befreier Kuweits, als Retter der Unrecht leidenden, aufspielen. Die Aggression gegen den Iran unterstützen, für ein anderes Opfer des gleichen Aggressors einen Krieg beginnen – wie man es braucht. Übrigens hatte Kuweit zuvor dem Irak Geld für dessen Aggression gegen den Iran geliehen. Wer Aggressionen unterstützt, dem geschieht es recht, wenn er selbst Opfer des von ihm unterstützten Aggressors wird. Amerika begann einen Krieg gegen den Israelfeind Irak. Und in der Tradition der Pharisäer, die nach Jesu Worten nicht nur Mörder waren, sondern auch Heuchler und Lügner, log die amerikanische Kriegspropaganda von den Frühgeburten, die irakische Truppen in Kuweit aus ihren Brutkästen entfernt hätten. Durch diese Lüge hatte Amerika die Zustimmung der UNO für seinen Krieg ergaunert.

Die Stimmung unter den Gläubigen war damals, im Jahre 1991, in Deutschland allgemein gegen diesen Krieg. Doch als sie merkten, daß der Krieg irgend etwas mit Israel zu tun haben könnte, da hat die Kriegsgegnerschaft erheblich nachgelassen. Das läßt auf eine begrenzte Bereitschaft schließen, einen Krieg zugunsten des Staates Israel zu rechtfertigen. Wenn es Menschen sind, die Jesus Christus auf seinem vermeintlichen Weg zur Errichtung seiner Königsherrschaft in Jerusalem voranschreiten, dann kommen sie eben in die Situation, diesen Weg mit militärischen Mitteln absichern zu müssen.

Dieser Krieg endete mit einem Waffenstillstand unter vielen Auflagen für den besiegten Irak, unter denen die Bevölkerung sehr zu leiden hatte. Dennoch ging die Hoffnung Amerikas, das Volk werde den Tyrannen Hussein stürzen, nicht in Erfüllung. Nachdem nach der Präsidentschaft von Bill Clinton der Sohn von Präsident Bush ins Weiße Haus einzog, setzt dieser im Jahre 2003 den Irakkrieg fort. Als Vorwand dienten ihm die (angeblichen) Verletzungen der Waffenstillstandsauflagen des Krieges von 1991. Der Irak hätte Massenvernichtungswaffen. Dies schien in der Tat nicht ausgeschlossen, da Amerika diese ja seinerzeit für den Krieg gegen den Iran geliefert hatte. Dann wurden Dokumente gefälscht, die beweisen sollten, daß der Irak Uranerz importiert hätte, mit dem er eine Atombombe bauen wolle. Unter diesen Vorwänden befahl Bush den Krieg gegen den Irak. Als Rechtfertigung brachte er vor, Gott hätte ihm geboten, den Irak anzugreifen.

In den psychiatrischen Kliniken gibt es viele Patienten, die von sich behaupten, Gott hätte ihnen geboten, irgend jemanden umzubringen. Doch das schlimme bei Bush ist, daß viele „Gläubige“ ihm zustimmten, daß viele Prediger für diesen Krieg hetzten. So hetzte z. B. der deutsche Pastor Gerhard Heinzmann, damals Vorsitzender der (politischen) Partei Bibeltreuer Christen (PBC), für eine deutsche Beteiligung am Irakkrieg: „Mit der wahltaktisch begründeten Aufkündigung der westlichen Solidargemeinschaft hat unser Bundeskanzler [Gerhard Schröder, SPD] unserem Land einen schlechten Dienst erwiesen“.38

Bush gewann seinerzeit die Präsidentschaftswahl, weil er es verstand, die „Gläubigen“ zu mobilisieren. Er konnte so fromm reden, daß viele „Gläubige“ ihn als einen der Ihren, als ihren Bruder in Christus, betrachteten. Das war nur auf dem Hintergrund der reformierten Theologie möglich.

Es gibt zwei Hauptströmungen im Protestantismus, die lutherische und die reformierte. Da nichts Neues unter der Sonne geschieht (Pred. 1,9), da die Menschen zur Zeit Jesu ebensolche Sünder waren wie wir heute und auch das gleiche Gotteswort hatten, deshalb haben die heutigen Glaubensrichtungen in der damaligen Zeit ihre Entsprechungen. Damals gab es die „Zöllner und Sünder“. Das waren Betrüger; das waren Menschen, für die es außer dem Gebot „Du sollst dich nicht erwischen lassen“ keine Moral und keine Ethik gab und die daher zu jeder Schandtat und zu jedem Verbrechen fähig waren. So beschreibt die Bibel die Heiden (Ps. 119,118; Spr. 21,10; Spr. 28,15; Spr. 12,5f; Spr. 28,12; Jes. 26,9b-10; Spr. 29,27; Ps. 10). Daß es keine Moral und keine Ethik gäbe, wurde und wird von den Marxisten, sowohl von Lenin39 als auch von den heutigen 68er Neomarxisten in aller Öffentlichkeit propagiert. Wer dieser Verbrecherideologie durch ethische Werte entgegensteht, wird schnell Opfer ideologischer Säuberungen, wie ein Beispiel zeigt, über das ideaSpektrum berichtete: „Die ehemalige Musikprofessorin und spätere Lehrbeauftragte für Erziehungswissenschaften, Musikpädagogik und Entwicklungspsychologie an der Musikhochschule Westfalen-Lippe, Adelgunde Mertensacker (45), wagte es, ihren Studenten in Dortmund zu sagen: >Das menschliche Leben beginnt mit der Zeugung ... Abtreibung ist Tötung eines Menschen in der Entwicklung.< Darauf wurde ihr Lehrauftrag nicht erneuert. Der Dekan, Professor Wolfgang Benfer, schrieb ihr zur Begründung ihrer Entlassung bzw. zur Rechtfertigung der Abtreibung unter ausdrücklicher Berufung auf Karl Marx: >Alles ist menschlich. Alles ist entschuldbar. Es gibt keine absolute Wahrheit, es gibt keine absolute Moral<“40.

Dann gibt es noch die Sadduzäer, die die Auferstehung der Toten leugneten, sich aber trotzdem für gläubig hielten. Mit einem biblischen Bild aus der Zeit des Propheten Elia kann man sagen, daß sie auf beiden Seiten hinkten. Das sind heute die bibelkritischen Theologen wie Barth, Bultmann und die überwältigende Mehrheit der Pfarrer und Religionslehrer, die die Auferstehung Jesu in eine Märchenlandschaft verlegen und die biblischen Berichte als redaktionelle Bearbeitungen irgendwelcher Legenden darstellen, so daß die Glaubensinhalte, einschließlich die Predigt Jesu, nicht von Gott offenbart seien, sondern irgendwelche Gemeindekollektive zum Urheber hätten.

Dann gibt es noch die Pharisäer, deren Lehre mit der reformierten Theologie vergleichbar ist. Jesu Polemik und die biblischen Berichte über deren Sünden sollten wir nicht in der Weise mißverstehen, als ob es sich um Kriminelle handeln würde, für die es wie bei den heutigen Marxisten keinerlei Moral und keinerlei Ethik gäbe. Sie bemühten sich vielmehr um ein gottwohlgefälliges Leben und erkannten sogar, daß ihre Erfolge in demselben eine Gabe Gottes sind. So betete der Pharisäer im Tempel: „Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme“ (Luk. 18, 11f). Auch die Lehre der Pharisäer muß nach heutigem Sprachgebrauch als bibeltreu gewertet werden. Subjektiv glaubten sie allem, was geschrieben steht. Das zeigt sich in Jesu Gesprächen mit ihnen. Darin ging es ausschließlich um Schriftauslegung, niemals aber um die Frage, ob irgendwelche Bibelstellen Gottes Wort sind oder nicht. Im Blick auf heutige Teufelslehren muß man feststellen, daß Jesus und die Pharisäer darin einig waren, daß Mose die Mosebücher geschrieben hat (Joh. 5,46) und daß Adam und Eva reale Personen waren (Matth. 19,4-6). Wenn Jesus in den Pharisäern auch Mörder sieht, so gibt es dennoch einen Unterschied zu den Heiden. Die Pharisäer wurden zu ihren Mordtaten (z.  B. die Planung der Tötung Jesu) durch ihre falsche Theologie verführt. Dagegen gab es bei den Heiden wie bei den heutigen Gottlosen keinerlei Moral und keine Ethik. Das zeigt sich an der Stellung zum Kindermord im Mutterleib. Bei den Römern war er gängige Praxis, für Pharisäer kam ein derartiges Verbrechen jedoch nicht in Frage. Denn der Kindermord läßt sich durch keine Lüge rechtfertigen. Denn bei solchen Menschen, die noch nie die Körper ihrer Mütter verlassen haben, ist es besonders offensichtlich, daß sie kein todeswürdiges Verbrechen begangen haben konnten. Somit hat der Kindermord eine Verbrechergesinnung zur Voraussetzung, wonach es keinerlei Moral und keine Ethik gäbe. In Amerika ist diese Verbrechergesinnung für die Partei der Demokraten typisch, während die Republikaner, besonders Präsident Bush, sich gegen den Kindermord aussprachen. Präsident Bush wertete auch die Bibel als Gotteswort und war ein Gegner der Evolutionslehre wie die Pharisäer in Übereinstimmung mit der Predigt Jesu.

Die Person des ehemaligen amerikanischen Präsidenten ist in dieser Veröffentlichung nur deshalb erwähnenswert, weil er von den „Gläubigen“ als einer der Ihren gewertet wurde. Das bedeutet, daß seine Äußerungen Ausdruck des Glaubens großer amerikanischer Wählerschichten sind. Das ist ein Glaube, der sich in der Gegnerschaft zum Kindermord auswirkt, den Erwachsenenmord z. B. im Irak aber zur Konsequenz zu haben scheint. Krieg als Konsequenz des Glaubens, das ist der Sauerteig der Pharisäer, der für die Geschichte reformierter Theologie charakteristisch ist. Denn die Reformierten neigen zur Theokratie (Gottesherrschaft). Das verbindet sie mit den Pharisäern, die die römische Fremdherrschaft nicht ertragen konnten. Die positive Gestaltung der Welt nach der göttlichen Norm ist ein Anliegen reformierter Frömmigkeit.41 Da Gott die Kirche vornehmlich durch gläubige Obrigkeiten fördere, so gehe die Christenpflicht auch dahin, eine solche zu haben bzw. zu errichten.42 Die Konsequenzen dieser Ansicht sehen wir bei den Puritanern unter Cromwell.43 Cromwell, der den englischen König umgebracht hatte, hat behauptet, der Finger Gottes hätte ihn getötet. Schon Zwingli schrieb: „Wenn (die Obrigkeit) treulos und nicht der Richtschnur Christi gemäß handelt, kann sie mit Gott abgesetzt werden“.

Wie es der Finger Gottes gewesen sei, der den englischen König getötet hätte, so habe Gott dem Präsidenten Bush dem Jüngeren befohlen, gegen den Irak Krieg zu führen. Und viele „Gläubige“ sahen den Krieg für gerechtfertigt an, galt der irakische Diktator doch als wahrer Teufel, der beseitigt werden muß. Durch seinen Sturz würden die Leiden der Bevölkerung aufhören, der Irak würde eine demokratisch gewählte Regierung erhalten, von der aus sich die Demokratie in der Region weiter verbreiten würde. Dadurch würden auch die Türen für die christliche Mission geöffnet werden.

Gott setzt Obrigkeiten ein und ab. Und wir mögen meinen, daß es nun endlich Zeit ist, solche Teufel wie den irakischen Diktator abzusetzen. Wir mögen meinen, daß unser kranker Angehöriger nun endlich sterben sollte. Und wenn er nicht stirbt, dann ist unsere Meinung eben falsch. Aber wir haben keine Vollmacht, anstelle Gottes zu handeln und ihn zu töten.

Der Gegensatz zur Theokratie, zu dem die reformierte Theologie neigt, ist die Zweireichelehre, die als Charakteristikum des Luthertums gilt. Deren Inhalt ist, daß Gott zwei völlig unterschiedliche Reiche regiert, und zwar das Reich Gottes und die Welt. Das ist das Verständnis der Bibellehre, die bisher in dieser Veröffentlichung entfaltet wurde und deshalb an dieser Stelle nicht nochmals in allen Einzelheiten wiederholt werden soll. Das, was allgemein als „lutherische“ Zweireichelehre gilt, trifft allerdings nicht ganz genau den biblischen Befund. Luther lehrte, der Christ sei Bürger des Reiches Gottes und der Welt. Die Bürgerschaft im Reich Gottes, in Israel, im himmlischen Jerusalem, das ist Bibellehre. Daß wir gleichzeitig Bürger dieser Welt seien, diese Lehre haben Menschen zum Gotteswort hinzugefügt. Hingegen steht in der Bibel lediglich, daß wir Fremdlinge sind (1. Petr. 2,11). Ein Fremdling ist aber kein Bürger.

Eine weitere Ungenauigkeit ist Luthers Bezeichnung „Reich Gottes zur Linken“, womit er die Welt meint, im Unterschied zum „Reich Gottes zur Rechten“, Gottes eigentlichem Reich. In der Tat lehrt die Schrift, daß Christus alle Vollmacht gegeben ist im Himmel und auf Erden (Matth. 28,18). Und Gott nennt Nebukadnezar, der die Juden nach Babel weggeführt hatte, „meinen Knecht“ (Jer. 25,9; 27,6). Aber wird damit das Babylonische Weltreich zum „Reich Gottes zur Linken“? Ist die biblische Vokabel „Welt“ (im griechischen Urtext des Neuen Testaments: „Kosmos“) dasselbe wie „Reich Gottes zur Linken“? Im folgenden einige Bibelstellen, in denen das Wort „Welt“ durch Luthers Formulierung „Reich Gottes zur Linken“ ersetzt wurde: „Ihr werdet weinen und heulen, aber das Reich Gottes zur Linken wird sich freuen“ (Joh. 16,20). „Im Reich Gottes zur Linken habt ihr Trübsal; aber seid Getrost, ich habe das Reich Gottes zur Linken überwunden“ (Joh. 16,33). „Nun ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieses Reiches Gottes zur Linken hinausgeworfen werden“ (Joh. 12,31). Christus verheißt, daß der Tröster die Welt überführen wird über ... „das Gericht, daß der Fürst dieses Reiches Gottes zur Linken gerichtet ist“ (Joh. 16,11). „... die ihr tot waret in euren Übertretungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieses Reiche Gottes zur Linken, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams; ...“ (Eph. 2,1f). „Denn nicht ist unser Kampf gegen Blut und Fleisch, sondern gegen Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Reich-Gottes-zur-Linken-Beherrscher dieser Finsternis ...“ (Eph. 6,12). Es ist offensichtlich, daß durch diese Wiedergabe die Aussage der zitierten Bibelstellen erheblich verfälscht wird.

Die Welt ist auch nicht das Reich des Teufels, auch wenn Jesus den Teufel als „Fürst dieser Welt (griechisch: kosmos)“ (Joh. 12,31) bezeichnet. Zwar sagt der Teufel bei der Versuchung Jesu: „Alle diese Vollmacht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will“ (Luk. 4,6). Da das aber die Worte des Erzlügners sind, beweisen sie weder, daß der Teufel in der Lage ist, die Macht zu geben, wem er will, noch beweisen diese Worte, daß der Teufel beabsichtigt, sein Versprechen einzuhalten und Macht abzugeben. Jesus Christus spricht jedenfalls bei seiner Himmelfahrt: „Mir (also nicht dem Teufel) ist gegeben alle Vollmacht im Himmel und auf Erden (griechisch: gee)“ (Matth. 28,18).

Während Reformierte und Katholiken durch ihre Nähe zur Theokratie dazu neigen, in der Politik mitzumischen, benutzen „Lutheraner“ die Zweireichelehre als Vorwand, um den Schmalen Weg erheblich zu verbreitern. Jahrhunderte hindurch haben sich „Lutheraner“ gegenseitig umgebracht. Das taten sie zwar nicht als Bürger des „Reiches Gottes zur Rechten“, sondern als Waffenträger innerhalb des „Reiches Gottes zur Linken“. Es ist doch Bibellehre, daß die Obrigkeit das Schwert führen muß, um uns vor den Banditen zu schützen (Röm. 13,4). Und so ließen sich „Lutheraner“ in ihrer Eigenschaft als „Bürger des Reiches Gottes zur Linken“ in Mörderbanden integrieren, vor denen dann andere „Bürger des Reiches Gottes zur Linken“ als Waffenträger ihrer von Gott gegebenen Obrigkeit die Bürger schützten.

Daraus, daß die beiden Reiche, in denen die Gläubigen leben, nicht miteinander zu vermischen sind, wird auch geschlußfolgert, der Jesusnachfolger solle sich aus der Politik heraushalten. Und in der Tat hatte sich Christus nie um ein politisches Amt bemüht, noch seinen Nachfolgern geboten, ein solches anzustreben. Und so wird unter dem scheinheiligen Vorwand politischer Abstinenz auf geistige Kriegsführung im Sinne von Eph. 6,10-17 verzichtet und auf diese Weise der Schmale Weg erheblich verbreitert. Man ordnet einfach die aktuellen Teufelslehren wie z. B. Nationalsozialismus oder Marxismus dem politischen Bereich zu. Doch der Nationalsozialismus war nicht nur Politik, sondern in erster Linie eine durch und durch antichristliche Heilslehre. Und Mein Kampf war keineswegs nur ein politisches Machwerk, sondern ein Predigtbuch des Teufels. Der Heilsbringer sei nicht Jesus Christus, sondern Adolf Hitler. Das wird durch die Bezeichnung „Führer“ deutlich. „Führer“ ist eine traditionelle Bezeichnung für Christus wie z. B. Retter, Heiland, Seligmacher, Erlöser ... Wenn ein sündiger Mensch sich anmaßt, diesen Titel zu führen, dann setzt er sich damit an die Stelle Christi.

Wie der Nationalsozialismus, so ist auch der Marxismus nicht nur Politik, sondern ebenfalls eine durch und durch antichristliche religiöse Wahnidee. Dort tritt das Proletariat an die Stelle Christi. Die Arbeiterklasse zertritt den Kopf der kapitalistischen Schlange aus 1. Mose 3, und eine ewige Friedensära mit einem Überfluß an materiellen Gütern bricht an.

Auch heute sind die Gläubigen mit pseudoreligiösen antichristlichen Heilslehren konfrontiert. So heißt es z. B. im deutschen Grundgesetz (Art. 1): „Die Würde des Menschen ist unantastbar ... Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“. Das Deutsche Volk „bekennt“ sich heute laut Grundgesetz zu den Menschenrechten, wie es sich früher zum „Führer“ Adolf Hitler und danach zum Marxismus bekannt hatte. Das Deutsche Volk sei also eine Bekenntnisgemeinschaft. Was ist das anderes als eine säkulare Theokratie? Menschenwürde maßt sich der gefallene Mensch in seinem Hochmut an. Doch nach biblischer Lehre ist der Mensch durch und durch Sünder und hat daher keinerlei Würde.

Auch das Denken in Rechten, die der einzelne von anderen einfordert, ist nicht biblisch. Im griechischen Urtext des Neuen Testaments gibt es nicht einmal eine Vokabel, die der Bedeutung des deutschen Wortes „Recht“ entsprechen würde. Die christliche Verhaltensweise ist vielmehr, nach den Willen Gottes zu fragen und in der Liebe zu Gott und in der Liebe zum Nächsten nach diesem Willen zu leben. Und dafür gibt es ein Wort im griechischen Urtext des Neuen Testaments, und das wäre „Diakonie“, zu deutsch: Dienst.

Wie hohl dagegen das Geschwafel des Grundgesetzes von der Menschenwürde und den Menschenrechten ist, zeigt die Tatsache, daß allein in Deutschland jedes Jahr ca. 300 000 Inhaber von Menschenrechten trotz ihrer Menschenwürde schon im Mutterleib „gesetzestreu“ getötet werden. Den antichristlichen Charakter der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte hat Hans-Jürgen Böhm in folgender Broschüre, die auch auf der Internetseite www.johannes-lerle.de veröffentlicht worden ist, herausgearbeitet: Die Menschenrechte im Lichte des Wortes Gottes. Eine kurze Aufklärung über den Geist der Demokratie. Dieser Literaturhinweis anstelle weiterer notwendiger Ausführungen zu diesem Thema.

Das Grundgesetz legt somit das Bekenntnis des Deutschen Volkes ebenso fest, wie die Obrigkeiten in früheren Jahrhunderten das Bekenntnis ihrer Untertanen festgelegt hatten, ob sie lutherisch, reformiert oder katholisch zu sein hatten. Wer sich dem widersetzte, wurde zur Auswanderung genötigt oder wie viele Wiedertäufer ertränkt oder ...  Auch Nazis und Kommunisten schreckten nicht vor Mord zurück, um Angriffe auf ihre Teufelslehren abzuwehren. So wurden am 30. Juni 1934 der katholische Journalist Fritz Gerlich im KZ Dachau und am 18. Juli 1939 Pastor Paul Schneider im KZ Buchenwald ermordet. Denn sie hatten öffentlich die nationalsozialistische Teufelslehre angegriffen. Wer so etwas aber nicht tat, wie z. B. Ernst Modersohn, blieb weitgehend unbehelligt. Nach der Ermordung Gerlichs bezeichnete Modersohn Hitler als „Gnadengeschenk Gottes an das deutsche Volk“45, und nach der Ermordung von Paul Schneider schrieb er: „Zur rechten Zeit hat Gott uns in Adolf Hitler den Führer gegeben, der unser Volk aus seiner tiefsten Erniedrigung herausgeführt hat“46. Wie zur Hitlerzeit bleiben auch heute die meisten Prediger unbehelligt, gleichen doch auch sie „stummen Hunden“, von denen Jesaja schreibt, daß sie „nicht bellen können“ (Jes. 56,10). Wie sich während der Hitlerzeit Kirchenführer mit dem Diktator fotografieren ließen, so paktieren auch heute Kirchenführer mit den Feinden Jesu. Sogar Evangelikale von der Evangelischen Allianz, einschließlich ihres Magazins ideaSpektrum, sind antichristlichen Politikern, besonders solchen mit einem CDU-Parteibuch, behilflich, einen „christlichen“ Schafspelz anzulegen.47

Christus sagte seinen Jüngern: „Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen“ (Joh. 15,20). Warum merken heute viele nichts von der Verfolgung, die Jesus seinen Nachfolgern vorhergesagt hatte? Hatte sich Jesus etwa geirrt? Seinerzeit starben fast alle Apostel eines gewaltsamen Todes. Christen wurden im römischen Zirkus den wilden Tieren vorgeworfen. Was hat das gebracht? Die Gemeinde Jesu bestand trotzdem fort. Da änderte der Teufel seine Strategie und führte die Gemeinde an. Das ist seine Taktik bis heute. Staatliche Stellen bilden Pastoren und Religionslehrer aus. Das war vor Hitler so. Das war während der Hitlerzeit der Fall. So war es auch bei den DDR-Kommunisten, und so ist es auch heute.

Bei dieser Ausbildung durch die Feinde Christi gilt ein methodischer Atheismus als Kriterium für Wissenschaftlichkeit. Die Bibel wird dann so erklärt, als ob es Gott nicht gäbe. Das ist damit vergleichbar, wie wenn ein Chemiker so arbeiten würde, als ob es keine stofflichen Veränderungen gäbe. Doch wie stoffliche Veränderungen der Gegenstand der Chemie sind, so ist es das Handeln Gottes in der Theologie. Da die atheistischen Theologen für dieses Wirken aber blind sind, deshalb erklären sie die biblischen Berichte über dasselbe in atheistischer Weise. Das heißt, sie sehen nur den Glauben an die Taten Gottes, nicht aber die Taten selbst, und versuchen zu erklären, wie dieser Glaube entstanden sein könnte.

Diese gottlosen Theologen betrachten nicht die Auferstehung Jesu als Tatsache, sondern lediglich den Glauben der ersten Christen an die Auferstehung. Dieser Glaube sei nur durch das leere Grab zu erklären. Wodurch es leer geworden ist, wüßten wir nicht. Die Frauen fanden das Grab leer vor und haben daraus geschlußfolgert, daß Jesus auferstanden sein müßte. Dann hätten sie die Jünger in dieser Weise beeinflußt. So sei der Auferstehungsglauben entstanden. Auf diese Weise werden die biblischen Glaubenswahrheiten von den Tatsachen abgetrennt und in eine Märchenlandschaft verlegt. Scheinbar bleiben die Glaubensinhalte erhalten, es wird über sie sogar gepredigt. Aber die biblischen Berichte über Adam und Eva, über die Sintflut, über die Jungfrauengeburt, über Jesu Wunder und über seine Auferstehung erscheinen als ebensowenig tatsächlich wie Schneewittchen, Rumpelstielzchen und andere Märchenfiguren. Und so lernen die Kinder im Religionsunterricht: Das Christentum lehrt das, der Islam lehrt das und der Buddhismus lehrt das, so als ob die christliche Botschaft eine Menschenlehre neben anderen Menschenlehren wäre.

Solch ein „Christentum“ ist den Feinden Jesu wohlgefällig. Hat das Gotteswort erst einmal aufgehört, die Norm für den Glauben und für das Handeln zu sein, dann sind die „Gläubigen“ dem sich ständig ändernden Zeitgeist hilflos ausgeliefert. So herrschte zur Hitlerzeit die Naziideologie an den theologischen Fakultäten und in der DDR war deren Lehre rot eingefärbt und die Theologiestudenten wurden außerdem in Marxismus-Leninismus geschult. Auch heute bewegt sich der Inhalt theologischer Lehre innerhalb des gegenwärtigen Zeitgeistes. Das wird durch verschiedene Filtermechanismen sichergestellt, durch die in der akademischen Laufbahn die Bibeltreuen herausgefiltert werden. Angeblich sei wissenschaftliche Leistung das Filterkriterium. Doch als Wissenschaft gilt der bereits beschriebene methodische Atheismus. Und gehandhabt wird dieser Filter von einer Kaste gottloser Theologen, die dadurch sicherstellt, daß sie sowohl an den theologischen Fakultäten als auch in kirchenleitenden Positionen unter sich bleibt.

Da diese Repräsentanten des Zeitgeistes nicht der Sache Christi dienen, deshalb werden sie im Unterschied zu Fritz Gerlich und Paul Schneider auch nicht verfolgt. Weshalb sollten sie auch verfolgt werden? Die falschen Propheten in alttestamentlicher Zeit, die das Gotteswort nach den Wünschen ihrer Zeitgenossen verfälscht hatten, wurden doch auch nicht gesteinigt, sondern nur die richtigen Propheten Gottes. Es ist sicherlich kein Zufall, daß die bereits erwähnte Broschüre Die Menschenrechte im Lichte des Wortes Gottes. Eine kurze Aufklärung über den Geist der Demokratie nicht etwa von einem Theologieprofessor verfaßt worden ist, sondern von einem Bauarbeiter. Dieser Bauarbeiter hat auch weitere Broschüren gegen die antichristliche Indoktrination im bayrischen „Bildungs“wesen veröffentlicht.48 Die Tatsache, daß er Bauarbeiter ist anstatt Professor in einer geisteswissenschaftlichen Disziplin, zeigt die Effektivität der Filtermechanismen, mittels derer Jesusjünger von einflußreichen Positionen ferngehalten werden.

Nur der wird Theologieprofessor und nur der erhält eine kirchenleitende Funktion, der nicht das Schwert des Geistes (Eph. 6,17) ergreift und nicht die Kriege des Reiches Gottes führt. Dabei sind diese Feiglinge keineswegs Pazifisten. Sie kämpfen nämlich gegen einen toten Löwen. Wenn irgendwo ein „Aufstand der Anständigen“ gegen Rechtsextremismus inszeniert wird, dann sind diese kirchlichen Wichtigtuer dabei. Aber sie leisten keinerlei Widerstand gegen den Völkermord, den die Feinde Christi am Gottesvolk verüben. Dieser vorsätzliche Völkermord geschieht durch den Mißbrauch der Schulpflicht, um bereits schon Grundschulkinder durch Okkultismus zu Zaubereisünden und durch Pornounterricht zur Unzucht zu verführen.

Wirkliche Jesusjünger hingegen führen das Schwert des Geistes gegen den Teufel, gegen die Verführungen des Teufels und gegen die Prediger des Teufels, die mit einem Schafspelz bekleidet sind. Darin war Christus uns vorangegangen. So kam aus seinem Munde heftige Polemik gegen die Pharisäer, z. B. in Matth. 23 und in Joh. 8,44.

Die Kriege des Reiches Gottes sind ausschließlich mit dem Schwert des Geistes zu führen. Zur Zeit Jesu bahnte sich die militärische Auseinandersetzung mit den Römern an, die zur Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 führte. Nirgendwo hatte Jesus seinen Anhängern aber geboten, sich an diesem bevorstehenden Krieg zu beteiligen. Die Unterscheidung der beiden Reiche, die Unterscheidung des Reiches Gottes von der Welt mit der Konsequenz, daß die Kriege des Reiches Gottes nicht mit fleischlichen Waffen zu führen sind, das ist die biblische Zweireichelehre. Diese Zweireichelehre wird gewöhnlich als „lutherisch“ bezeichnet. 

Das, was allgemein als „lutherische“ Lehre gilt, ist zu unterscheiden von dem, was Martin Luther in Wirklichkeit gelehrt und in Wirklichkeit getan hat. Über Leben und Lehre Luthers erfahren wir in der Bibel nichts. Hier sind wir auf die Kirchengeschichtsschreibung angewiesen. Und diese stammt von Menschen. Und die Geschichtsschreibung der Menschen ist gewöhnlich voller Lug und Trug. Jesus sagt: „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ (Joh. 18,37). Und der Apostel Paulus schreibt von denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben (2. Thess. 2,10). Wenn jemand, der weder „aus der Wahrheit ist“, noch „Liebe zur Wahrheit hat“, Geschichte schreibt, dann geht es bei der „Geschichtsschreibung“ auch nicht um das wirkliche Geschehen, sondern die Geschichte wird gefälscht, um das Denken der Menschen zu manipulieren. So lernte ich mitten im Kalten Krieg in der DDR in der Schule, daß die Amerikaner deutsche Städte bombardiert und auf Japan zwei Atombomben abgeworfen hatten, die Sowjetarmee aber bei der „Befreiung“ Berlins warmes Essen verteilt habe. In keiner DDR-Veröffentlichung war etwas schändliches über diese Armee der barmherzigen Samariter zu lesen. Nach volkspädagogischen Gesichtspunkten Tatsachen erfinden, auswählen, zurechtbiegen oder unterdrücken, das ist typisch für Weltmenschen, die nicht den Geist Christi haben und folglich auch weder aus der Wahrheit sind, noch Liebe zur Wahrheit haben. Schon die Pharisäer, die den Lügner, den Teufel, zum Vater hatten, hatten keine Liebe zur Wahrheit, sondern verfälschten diese. Deshalb wollten sie den von den Toten auferweckten Lazarus töten, deshalb verleumdeten sie die Jünger, sie hätten Jesu Leib gestohlen.

Von einer vergleichbaren Unterdrückung von Tatsachen ist auch das Lutherbild geprägt. Dabei sind die Fakten nicht einmal geheim, sondern in Luthers Werken für jedermann nachzulesen. Allerdings sind sie dort auch versteckt. Denn die Schriften Luthers sind zu umfangreich, als daß sie jemand lesen und auf diese Weise auf die Schandflecken stoßen könnte. Solch ein Schandfleck ist seine Auslegung von Psalm 82,4.49 Darin fordert er die weltliche Obrigkeit auf, die Wiedertäufer dem Henker zu übergeben. Die Wiedertäufer seien nicht allein Ketzer, sondern darüber hinaus auch öffentliche Lästerer. Glaubensfreiheit gesteht Luther ihnen angeblich zu, nicht aber das Lehren und Lästern. Jesu Worte: "Gehet hin in alle Welt ..." - so Luther in seiner Auslegung des 82. Psalms - sei ein Befehl für die Apostel, nicht aber für uns. Heute habe jeder Bischof und jeder Pfarrer seinen Bereich. Da die Wiedertäufer aber kein Pfarramt haben, sollen sie auch nicht predigen, weder öffentlich noch heimlich.

Die Pflicht des Bürgers sei, derartige "winckel schleicher" bei der Obrigkeit und beim Pfarrer zu denunzieren.50 Eine derartige Aufforderung setzt voraus, daß Kirchengemeinde und politisches Gebiet als Einheit gesehen wurden. Das wird in einem Gutachten51 Melanchthons von 1536, dem Luther ausdrücklich zustimmte, deutlich. Auch die Täufer, die verschiedene als aufrührerisch empfundene Glaubensartikel nicht vertreten, machen sich aber, - so Melanchthon mit Luthers Zustimmung - eines "gotteslästerlichen" Artikels schuldig, nämlich, "daß sie das öffentlich ministerium verbi [Dienst am Wort, der Verf.] verdammen, und die Leut davon ziehen, und doch auch selb keine Kirchen haben".

Unter Melanchthons Gutachten stehen folgende Worte: "Placet mihi Martino Luthero. Wiewohl es crudele anzusehen, daß man sie mit dem Schwert straft, so ist doch crudelius, daß sie ministerium verbi damniren, und keine gewisse Lehre treiben, und die rechte Lehre unterdrucken, und dazu regna mundi zerstören wollen. M. L." In Gestalt angeblicher Blasphemie begegnet uns der traditionelle Vorwurf der Ketzerei als Ursache für ein Todesurteil. So mancher Täufer hatte seinen Tod letztlich den Wittenberger Reformatoren mit ihrer Gotteslästerertheorie zu verdanken52 - und das trotz der von eben diesen Wittenberger Reformatoren gelehrten biblischen Zweireichelehre.

Eine Auslegungsakrobatik, die es trotz der Zweireichelehre ermöglicht, die Obrigkeiten anzustiften, die damaligen Baptisten umzubringen, führt uns Luther in seiner Auslegung des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen (Matth. 13,24-30) vor. Dabei beschränkt er sich auf das Gleichnis und ignoriert völlig, daß Jesus selbst es auslegt (Matth. 13,36-43). In Jesu Auslegung heißt es: „Der Acker ist die Welt“ (V. 38). Doch dieser Satz wurde von Luther völlig ignoriert, wie er auch von den heutigen Auslegern allgemein ignoriert wird. Denn damals und heute war bzw. ist die Gemeinde völlig verweltlicht, so daß zwischen Gemeinde und Welt nicht unterschieden wird. Ausdruck dieser Einheit von Kirche und Welt ist das Staatskirchentum, das aus der Zeit Luthers bis in unsere Gegenwart fortbesteht. Die Gleichsetzung des Ackers mit der Kirche ist bei Luther besonders befremdlich, da es doch in der von Melanchthon verfaßten Apologie der Augsburgischen Konfession, die 1537 zur Bekenntnisschrift erhoben worden ist, heißt: „’... der Acker ist die Welt’, nicht die Kirche“ (Apol. VII, 19). Doch dieser Hinweis paßte dem Vielschreiber Luther, der schneller schrieb, als er denken konnte, nicht ins Konzept. So schreibt Luther, daß man die Kirche nicht unkrautfrei machen kann.53 Doch das Reich Christi, das nicht von dieser Welt ist, ist vom weltlichen Reich zu unterscheiden. Im Reich Christi werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen. Die Ketzer sollen nicht ausgerottet werden, sondern beides soll miteinander wachsen. In diesem Zusammenhang polemisiert er gegen den Papst, den er zusammen mit dessen Bischöfen als „Bluthunde und Auffrhuerer“ bezeichnet.54 Doch das Verbot, das Unkraut auszureißen, gelte den Knechten im Gleichnis, nicht aber der weltlichen Obrigkeit. Diese habe das Schwert, um das Ärgernis abzuschneiden, damit dasselbe nicht einreiße und Schaden anrichte. Nun aber ist falsche Lehre und unrechter Gottesdienst das gefährlichste und gräulichste Ärgernis. Wenn die Irrlehrer vom Predigen nicht ablassen, „da soll weltliche Oberkeyt getrost wehren und wissen, das es jr Ambts halb anders nicht gebueren will, denn das sie Schwert und alle gwalt dahyn wende, auff das die lehr rein und der Gottes dienst lauter und ungefelschet erhalten wird. Auff das also eins dem andern die hand gebe [= in die Hand arbeite, beistehe], Und die im geystlichen Regiment mit dem wort unnd dem Bann, Die Oberkeyt aber mit dem Schwert und gewalt dazu helffe, das die leuet fromm und allem ergernuß gewehret werde“.55 Im Unterschied zum Papst hatte Luther niemanden umgebracht. Denn die Knechte im Gleichnis sollen das Unkraut auch nicht ausreißen.56 Das sei Aufgabe der weltlichen Obrigkeit. Um dieselbe zu derartigen Bluttaten zu verführen, unterschlug Luther Jesu Deutung „Der Acker ist die Welt“ (Matth. 13,38), die in Wahrheit für alle Jesusjünger gilt, also auch für die Jesusjünger, die in ihrer Funktion als Obrigkeit von Gott das Schwert führen.

Der einfache Kirchgänger erfährt, wie Luther im Kloster um sein Seelenheil rang und dann in der Schrift den gnädigen Gott gefunden habe. Doch seine Bluttaten werden ebenso bewußt verschwiegen, wie in der DDR verschwiegen wurde, was die Sowjetarmee bei der „Befreiung“ Deutschlands tat, außer warmes Essen zu verteilen. Schon als kleiner Junge wußte ich von den Bluttaten der römischen Päpste, ich wußte, daß Calvin den Leugner der Trinität Servet hatte verbrennen lassen. Denn die Reformierten unterscheiden ja nicht die beiden Reiche und sind deshalb zu derartigen Bluttaten fähig. Doch von Luthers Bluttaten habe ich weder in meinem Theologiestudium am Seminar der Lutherischen Freikirche in Leipzig noch in meinem Studium am Seminar der amerikanischen Wisconsinsynode etwas erfahren. Auch mein Vater, der Theologieprofessor Dr. habil. Ernst Lerle, wußte nichts von Luthers Bluttaten. Denn er schrieb: „Diese Bewegung [der Reformation Luthers] war gewaltlos“.57 Erst bei Gesprächen an der Erlanger Universität im Zusammenhang mit meiner Promotion habe ich mit meiner Unwissenheit über Bluttaten von „Lutheranern“ verblüfft. Und bei Gesprächen mit Gegnern der Säuglingstaufe, die ich in Vorbereitung meiner Veröffentlichung Haben die Apostel Säuglinge getauft? führte, habe ich die schlimmen Dinge über Luther erfahren.

Bei der Reformation ging es keineswegs bei allen Beteiligten ausschließlich um das Seelenheil, sondern um handfeste Machtpolitik. Deutsches Ablaßgeld ging nach Rom. Dafür kamen die Deutschen früher aus dem Fegefeuer. Durch diesen Verkauf jenseitiger Werte gegen irdische harte Währung plünderten die Italiener Deutschland aus. Luthers Predigt, wonach das ein Betrug ist, kommt somit bestimmten politischen Interessen sehr entgegen. Die einzelnen Fürstentümer wurden gegenüber dem Kaiser immer selbständiger. Dem entsprach die kirchliche Entwicklung hin zu Landeskirchen. Doch diese unterstanden dem Papst, der durch sie in die Fürstentümer hineinregierte. Folglich ist Luthers Lehre richtig, daß das Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet ist.

Wenn das Papsttum vom Teufel gestiftet ist, was soll dann die höchste Lehrautorität in der Kirche sein? Luther konnte doch unmöglich sich selbst an die Stelle des Papstes setzen. Ihm blieb somit gar nichts anderes übrig als zu lehren „allein die Schrift“. Und diese Lehre hat eine sehr segensreiche Wirkung entfaltet. Doch das richtige predigen, ist eine Sache, die eigene Verkündigung selbst glauben, eine andere. In seiner Bibelübersetzung hatte Luther ganz bewußt inhaltliche Veränderungen vorgenommen und damit gezeigt, daß er nicht wirklich glaubt „allein die Schrift“. Das bekannteste Beispiel ist seine Übersetzung von Röm. 3,28: „So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“. Das Wort „allein“ steht nicht im griechischen Urtext, sondern Luther hat es hinzugefügt. Es ergäbe sich aus dem Zusammenhang, da alles andere ausgeschlossen sei. In der Tat sind die Gesetzeswerke ausgeschlossen. Aber sind auch die Glaubenswerke ausgeschlossen? Wenn ein beeidigter Übersetzer so übersetzen würde, dann würde er sich damit strafbar machen. Aber jeder darf schreiben, was er will, und das als Übersetzung des Römerbriefes ausgeben. Dabei hat die griechische Sprache des Neuen Testaments durchaus ein Wort, das der deutschen Vokabel „allein“ entspricht. Gehörte es in Röm. 3,28, dann würde es dort auch stehen. Diese Vokabel kommt in folgendem Bibelvers vor: „So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein“ (Jak. 2,24).

Ein weiteres Beispiel für Luthers Mißachtung des Gotteswortes ist, daß er das Wort „Gesetzlosigkeit“ (griechisch: anomia) aus seiner Übersetzung des Neuen Testamentes tilgt und statt dessen die Worte „Übeltäter“, „Unrecht“, „Ungerechtigkeit“ und „Bosheit“ benutzt. An folgenden Stellen kommt das Wort „Gesetzlosigkeit“ im griechischen Urtext vor: Matth. 7,23; 13,41; 23,28; 24,12; Röm. 4,7; 6,19; 2. Kor. 6,14; 2. Thess. 2,3.7; Tit. 2,14; Hebr. 1,9; 10,17; 1. Joh. 3,4. „Gesetzlosigkeit“ wird durchweg negativ gewertet. Doch Luther war ein Prediger der Gesetzlosigkeit und mußte sich daher durch die biblische negative Wertung angegriffen fühlen. Anstatt Ungenauigkeiten seiner Lehre durch das Gotteswort korrigieren zu lassen, bog er dasselbe nach seiner Theologie zurecht.

Luther und Melanchthon waren Theologieprofessoren. Dadurch konnten sie neben dem Gotteswort auch die Teufelslehre weitergeben. Und diese hat nach Luthers Tod (1546) sogar Eingang in die Lutherischen Bekenntnisschriften gefunden. So wird in der Vorrede zur Konkordienformel unter anderem das „heilsame Mittel“ einer Druckzensur empfohlen. Und in der Konkordienformel (Epitome XII2 und SD9) kann man lesen, daß die Irrlehren der Wiedertäufer „weder in der Kirchen noch in der Polizei und weltlichem Regiment noch in den Haushaltungen zu dulden noch zu leiden“ seien. Das ist die freche Verwerfung der biblischen Zweireichelehre, wie sie auch von Luther gelehrt wurde. Luther hat vieles richtige gelehrt, wie übrigens auch die Pharisäer. Von ihnen sagt Jesus: „Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen’s zwar, tun’s aber nicht (Matth. 23,3). Ja, nach Luthers Bluttaten sollen wir nicht handeln.

Die Lehre, die gewöhnlich als „lutherisch“ bezeichnet wird, ist die Bibellehre. In diesem Sinne war Luther kein Lutheraner. Das kann nicht nachdrücklich genug betont werden, um Mißverständnisse zu vermeiden. Luther war vielmehr ein Hetzer für Bluttaten, was ganz gewiß nicht der Bibellehre entspricht. Belege für diese Hetze anhand vieler seiner Schriften finden wir in folgenden Büchern des bereits erwähnten Hans-Jürgen Böhm mit Quellenangabe zitiert: Prof. Dr. Martin Luther – ein Massenmörder und Christenverfolger? und Die Lehre M. Luthers – ein Mythos zerbricht! Bekannte und unbekannte, beliebte und verleugnete Schriften Prof. Dr. Martin Luthers im Lichte der Bibel (Plech 1994).58 Böhm polemisiert auch gegen Luthers Sakramentslehre einschließlich gegen dessen Eintreten für die Säuglingstaufe. Daß ich trotz dieses erheblichen Mangels dennoch auf seine Bücher verweisen muß, liegt an dem Mißstand, daß es von lutherischer Seite nichts entsprechendes gibt. Denn die angeblichen Lutheraner polieren den Heiligenschein von St. Luther, anstatt dem Geiste Christi gemäß Sünde auch als Sünde zu bezeichnen, um vor dieser zu warnen. Die Bibel berichtet jedenfalls auch über die Sünden der Glaubenshelden, über die Sünden von Abraham, von Isaak, des Betrügers Jakob, von den Sünden der Erzväter, die ihren Bruder verkauft hatten, über den Ehebruch und die viele Bluttaten Davids, über den Kleinglauben und die Sünden der Jünger Jesu u. s. w.

Meine Hinweise auf die Sünden Luthers haben mir den Vorwurf eingebracht, ich würde den Glauben zerstören. Doch was ist das für ein Glaube, der durch nachweislich wahre Tatsachen zerstört werden könnte? Worauf gründet sich unser Glaube? Die biblische Lehre ist: „Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor. 3,11). Und als Petrus bekannte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, da sagte Jesus zu ihm unter anderem: „Ich sage dir, daß du bist Petrus (griechisch: petros), und auf diesen Felsen (griechisch: petra) werde ich meine Gemeinde bauen“ (Matth. 16,16-18). Also, der Felsen, auf den Christus seine Gemeinde bauen wird, ist das Bekenntnis des Petrus, daß Jesus der Christus (zu deutsch: der Gesalbte), der Sohn des lebendigen Gottes ist. Die römisch-katholische Auffassung ist, die Kirche sei auf die Person des Petrus gegründet, und sie beruft sich dabei genau auf diese Bibelstelle. Doch in ihr steht gerade nicht, daß die Gemeinde auf die Person des Petrus, auf petros, sondern auf petra, den Felsen, gegründet ist. Außerdem heißt es in 1. Kor. 3,11 nicht: Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Petrus; sondern es heißt: ... „welcher ist Jesus Christus“. Christus durch irgend etwas austauschen, das ist Antichristentum. Die griechische Vorsilbe „anti“ heißt: „anstelle von“. Solch ein Antichrist, der sich an die Stelle von Christus setzt und eine bis zur Unfehlbarkeit übersteigerte Lehrautorität beansprucht, ist der Papst in Rom. So hatte Luther gelehrt, daß das Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet ist. Doch nicht nur das Papsttum zu Rom ist vom Teufel gestiftet, sondern auch jedes andere Papsttum, auch das Papsttum zu Wittenberg, der Wirkungsstätte Luthers. Das Papsttum war zur Zeit Luthers im Denken der Menschen derart verwurzelt, daß sie mit der Abkehr von Rom sofort ein neues Papsttum errichteten. Christus lehrte: „Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus“ (Matth. 23,8-10). Doch wer Christus nicht kennt, der klammert sich an irgendwelche Menschen wie z. B. den Papst in Rom, den Stammapostel der Neuapostolischen, die Wachturmsgesellschaft der Zeugen Jehovas59 oder auch an „Vater Luther“. So wurde Luther in der Tat in frecher Mißachtung des soeben zitierten Jesuswortes genannt. Und das ist nicht nur eine unglückliche Ausdrucksweise, sondern Luther wird in der Tat als Lehrautorität mißbraucht, vergleichbar mit dem Papst in Rom. Jemand, dem ich das Manuskript dieser Veröffentlichung zu lesen gab, sagte mir: „Wer Luther angreift, greift Christus an“. So empfindet ein Katholik, wenn man den Papst in Rom angreift. Der Papst bzw. Luther anstelle von Christus – das ist Antichristentum. Vergleichbar mit einem Katholiken genügt bei manchem angeblichen „Lutheraner“ die bloße Behauptung: „Luther hat gesagt, ...“, und ein Schriftbeweis wird als überflüssig empfunden. Den Mißbrauch Luthers als Erkenntnisquelle, das halten manche für „lutherisch“. Doch das ist kein Luthertum, sondern lediglich eine neue Variante des Papsttums. Denn lutherisch ist nicht „allein Luther“, sondern „allein die Schrift“.

Von dem Grundsatz „allein die Schrift“ sind auch die Reformierten abgewichen. Der Unterschied von lutherischer und reformierter Schriftauslegung entspricht dem Unterschied von induktiv und deduktiv. Induktiv ist, von der einzelnen Bibelstelle auszugehen und auf diese Weise die Gesamtlehre zu erschließen. Diese Methode wurde bisher in dieser Veröffentlichung vorgeführt. Dagegen denken die Reformierten aus der Perspektive Gottes in theologischen Systemen. Vom System aus, das ja angeblich der Bibel entnommen sei, biegen sie die einzelne Bibelstelle entsprechend zurecht. Das ist die deduktive Methode. So setzen sie z. B. die Dimensionen von Länge, Breite und Höhe sowie die eindimensionale Zeit so absolut, daß sie auch für den Bereich Gottes gelten würde. Deshalb können sie die induktive Entfaltung der Bibelstellen, wie sie in dieser Veröffentlichung z. B. in dem Abschnitt “Wo ist Christus?“ geschah, nicht nachvollziehen.

Reformierte meinen, in der Weltgeschichte eine Höherentwicklung bis hin zum Tausendjährigen Friedensreich Christi zu sehen, auf der die Staatsgründung Israels eine Etappe sei. Um dieses Geschichtsbild zu stützen, werden in deduktiver Weise sowohl Bibelaussagen als auch politische Tatsachen ignoriert, wenn sie zum Zweifel an der Richtigkeit dieses Geschichtsbildes führen könnten. Wer auf den Terror bei der Staatsgründung, den heutigen Staatsterrorismus und die Tatsache hinweist, daß Israel ein Folterstaat ist, wird schnell als Antisemit verunglimpft. Das ist der Geist der Pharisäer, die weder aus der Wahrheit waren, noch Liebe zur Wahrheit hatten, sondern wie die heutigen angeblichen Freunde des Staates Israel ebenfalls Tatsachen unterdrückten, notfalls mit handfesten Lügen wie die Verleumdung der Jünger, sie hätten Jesu Leib gestohlen.

Von diesem „Sauerteig der Pharisäer“ sind auch die „Lutheraner“ nicht frei. Sie sind vergleichbar mit den Jüngern, die die Warnung vor dem „Sauerteig der Pharisäer“ nötig hatten. Denn die Jünger waren ebenso sündig wie diese und waren dem gleichen Gedankengut ihrer Umwelt ausgesetzt. So wollten Jakobus und Johannes Christus zur Ermordung der Bevölkerung eines samaritischen Dorfes durch Feuer vom Himmel anstiften (Luk. 9,54). Auch hatten die Jünger, wie schon erwähnt, sogar noch nach Jesu Auferstehung ein irdisches Friedensreich erhofft (Apg. 1,6).

Auch die heutigen „Lutheraner“ haben Jesu Warnung vor dem „Sauerteig der Pharisäer“, vor der reformierten Theologie, nötig. Auch heutige „Lutheraner“ vermischen wie Reformierte die beiden Reiche. Zwar pocht man auf die Zweireichelehre, wenn sie als Vorwand benötigt wird, um das „Schwert des Geistes“ nicht zu führen. Auf diese Weise erspart man sich im Unterschied zu Paul Schneider auch den Märtyrertod in einem KZ. Aber wenn man auf dem Breiten Weg der großen Masse integriert ist, dann benötigt man keine Zweireichelehre. So kann man in “lutherischen“ Kirchenblättern Abweichungen von der biblischen Zweireichelehre finden, wie man sie eher im reformierten Schrifttum vermuten sollte. So liest man im Gemeindeblatt der amerikanischen Wisconsin Evangelical Lutheran Synod (WELS) vom 24. Dez. 1944 das rein politische Statement „good United States“ (gute Vereinigte Staaten [von Amerika])60. Der Zusammenhang ist die Kritik daran, daß in vielen Gottesdienststätten die US-Flagge fehlte. Denn „wir erfreuen uns der Religionsfreiheit unter dem Schutz unserer Regierung“61. Natürlich, wer in der Pilgergemeinschaft auf dem Breiten Weg integriert ist und die anderen Pilger auch nicht mit dem „Schwert des Geistes“ angreift, der darf sich der „Religionsfreiheit“ unter dem Schutz einer Mörderbande erfreuen, die in der damaligen Vergangenheit, in der damaligen Gegenwart und auch in der damaligen Zukunft viel Leid und Unheil über den Rest der Welt gebracht hat.

Ein starkes Stück ist auch folgendes Zitat aus einem Artikel, den ein anderes „lutherisches“ Gemeindeblatt aus Reader’s Digest übernommen hat: “Wie Tausende anderer mit tiefen norwegischen Wurzeln, in Amerika als auch in anderen Ländern, hat er als Freiwilliger gekämpft, als das Licht der Demokratie in Europa flackerte und verlöschte. Viele von ihnen gaben ihr Leben für die Sache unserer Freiheit. Wir sind ihnen allen zu tiefem Dank verpflichtet“62. Der „Held“ dieses Artikels ist ein späterer Pastor, der in seiner Jugend vom Flugzeug aus Feuer vom Himmel auf deutsche Städte hat fallen lassen. „Das Licht der Demokratie“ – Demokratie (wörtlich übersetzt: Pöbelherrschaft) ist der Propaganda nach die Herrschaft der vielen, die auf dem Breiten Wege dem Verderben entgegengehen. Für diese „Heilige Kuh“ besonders der Amerikaner in einem Glaubenskrieg Menschen umzubringen, entspricht nicht dem Geiste Christi. Doch das merkten die „lutherischen“ Herausgeber der Kirchenzeitung nicht. Dadurch wird offensichtlich, wie sehr auch die „Lutheraner“ Jesu Warnung vor dem „Sauerteig der Pharisäer“ nötig haben.

 

Die Pharisäer hatten die Wege Gottes verlassen, um – wie sie meinten – Gott zu dienen. Die Wege Gottes verlassen, um der Sache Gottes zu dienen, das war die Eigenart der Irakpolitik von Präsident Bush dem Jüngeren. Und Bush galt in weiten Kreisen als Bruder in Christus. Ein Bruder in Christus, der nicht auf den Wegen Gottes wandelt? Nachdem am 11. September 2001 die beiden Hochhäuser in New York eingestürzt waren und diese Katastrophe von der Propaganda auf einen Anschlag der islamischen Terrororganisation El Kaida zurückgeführt wurde, log Bush, der Islam sei eine friedliebende Religion. Ein Bruder in Christus, der lügt? Schon sein Vater ist politisch verantwortlich für die Lüge, daß irakische Truppen in Kuweit Frühgeburten aus den Brutkästen entfernt hätten. Mit dieser Lüge wurde der erste Golfkrieg im Jahre 1991 eingeleitet. Viele, die sich für gläubig hielten, waren damals für den Irakkrieg, nachdem ihnen bewußt war, daß er etwas mit Israel zu tun hat. Um den Krieg beginnen zu können, war eben die Lüge mit den Brutkästen nötig. Im zweiten Golfkrieg von 2003 war die Lüge mit den Massenvernichtungswaffen und dem Ankauf von Uranerz für den Atombombenbau notwendig. Ein Bruder in Christus, der lügt? Daß Amerika gleich an drei Stellen der Welt foltern ließ, nämlich in Guantanamo, im Irak und in Afghanistan, zeigt, daß es von oberster Stelle grünes Licht gegeben haben muß. Ein Bruder in Christus, der foltern läßt?

Wenn wir Jesus auf seinem angeblichen Weg zur Errichtung seiner Königsherrschaft in Jerusalem voranschreiten, dann befinden wir uns nicht mehr unter seiner Führung. Wer Jesus vorangeht, anstatt ihm nachzufolgen, der wird vom Teufel geführt. Schon die Pharisäer standen unter der Führung des Teufels, wie Jesus ihnen vorhielt: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und Vater der Lüge“ (Joh. 8,44). Das gleiche gilt auch für die geistigen Nachkommen der Pharisäer, für Präsident Bush und für seine Sympathisanten. Die Pharisäer hielten sich für gläubig wie auch viele heute, die den Irakkrieg und die dazugehörigen Lügen billigten, die Bushs Folter rechtfertigten und fest an der Seite des Staates Israel stehen, der ebenfalls ein Folterregime ist. Wenn wir Christus voranschreiten anstatt ihm nachzufolgen, dann geraten wir zwangsläufig unter die Führung des Teufels, der uns all diese schlechten Sachen als Notwendigkeit vor Augen stellt.

Der Teufel verstellt sich bekanntlich als Engel des Lichtes (2. Kor. 11,14) und seine Diener, wie z. B. Präsident Bush, als Diener der Gerechtigkeit (2. Kor. 11,15), der Gerechtigkeit im Irak. Und Scharen von Gläubigen ließen sich von diesem angeblichen „Engel des Lichtes“ und seinem angeblichen „Diener der Gerechtigkeit“ verführen. Möge Gott seinem verführten Volke die Gabe der Geisterunterscheidung (1. Kor. 12,10) schenken. 

Kyrieeleison – Herr, erbarme dich

 

 

 

35Näheres im Internet unter www.personenausweis.de; Rainer Daehnhardt: „Mir reicht’s“. Untersuchungen der auf dem Personalausweis verwendeten Symbolik, Lisboa (Portugal) 2004.

36Manfred Adler: „Weltmacht Zionismus“ 1975, S. 91 (ein sehr informatives Büchlein) zitiert in: Johannes Lerle [Herausgeber]: Zum modernen Staat Israel (auch im Internet unter www.johannes-lerle.de).

37Laut Noam Chomsky, weltberühmter jüdischer Gelehrter: „Offene Wunde Nahost“ 2002, S. 35; zitiert in: Johannes Lerle [Herausgeber]: Zum modernen Staat Israel (auch im Internet unter www.johannes-lerle.de).

38Die Parteizeitschrift Salz und Licht Nr. 1, 2003, S. 2-3.

39Lenin, Werke, Band 31, S. 280f.

40ideaSpektrum 41, 9. Okt. 1985, S. 1f.; Die Adresse von Frau Mertensacker ist: Postfach 2168, 59531 Lippstadt, Tel. (02523) 8388.

41M. Schneckenburger: Vergleichende Darstellung des lutherischen und reformirten Lehrbegriffs, erster Theil, Stuttgart 1855, S. 118.

42a. a. O., S. 153.

43a. a. O., S. 153.

44„quando (magistratus) perfide et extra regulam Christi egerint, possunt cum deo deponi“ Art. 42 der ersten Disputation, zitiert bei M. Schneckenburger: Vergleichende Darstellung des lutherischen und reformirten Lehrbegriffs, erster Theil, Stuttgart 1855, S. 153.

45Die Zeitschrift Heilig dem Herrn von 1935, S. 39.

46Ernst Modersohn, Er führet mich auf rechter Straße – Lebenserinnerungen, 2. Aufl., 1940, S. 387.

47Ein Beispiel von vielen ist die Wiedergabe des frommen Geschwafels des damaligen Bayrischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) in ideaSpektrum 31/32/2008, S. 6. Beckstein „hat die Kirchen aufgerufen, in die missionarische Offensive zu gehen, um die junge Generation zu erreichen“. Idea erwähnt aber nicht, daß der angeblich ach so fromme Ministerpräsident die politische Verantwortung für den Pornounterricht und für die Verführung zum Okkultismus an Bayerns Schulen trägt. Obwohl die idea-Redaktion auf die Heuchelei besonders von CDU/CSU-Politikern hingewiesen wurde, gibt sie den Feinden Jesu immer wieder eine Plattform für deren politische Propaganda. Das beweist: Die Redakteure handeln nicht aus Naivität; sondern in der Tradition der Hitlerbejubler unterstützen sie dadurch den Völkermord am Gottesvolk, daß sie den reißenden Wölfen helfen, gegenüber den Gläubigen wie Schafe Jesu Christi zu erscheinen.

48Der staatliche, demokratisch-pluralistische Bildungszwang. Christenverfolgung in Deutschland, Teil I: Die Bildungsziele des Freistaates Bayern, Teil II: Schulbuch- und Lehrplananalyse.

49Martin Luters Werke. Kritische Gesamtausgabe, 31. Band, Erste Abteilung, Weimar 1913, S. 207-213 oder Dr. Martin Luthers Sämmtliche Schriften, 2. Auflage, herausgegeben von Georg Walch, 5. Band, St. Louis, Mo., USA 1880-1910, Nachdruck Groß Oesingen 1987, Spalte 717-724.

50a. a. O., Kritische Gesamtausgabe S. 210 oder Walch, 5. Band, Spalte 721.

51Philippi Melanthonis OPERA quae sunt omnia. In: Corpus Reformatorum IV, Halis Saxonum 1837, Spalte 737-740.

52Horst W. Schraepler, Die rechtliche Behandlung der Täufer in der deutschen Schweiz, Südwestdeutschland und Hessen 1525-1618, Tübingen 1957, S. 29.

53Hauspostille 1544, Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe, 52. Band, Weimar, S. 131; Hauspostille 1545, Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe, 52. Band, Weimar, S. 831f.

54Hauspostille 1545, Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe, 52. Band, Weimar, S. 831f.

55Hauspostille 1544, Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe, 52. Band, Weimar, S. 134f.

56a. a. O., S. 134.

57Prof. Dr. Ernst Lerle: Die Reformation geht weiter. Denkschrift zum Luther-Jahr 1996, Uhldingen/Bodensee 1995, S. 63.

58Beide Schriften sind auf folgender Internetseite abrufbar: www.apostasia.de

59Daß auch die Zeugen Jehovas, die sich ständig auf die Bibel berufen, ihre Lehre in Wirklichkeit von einem Papst haben, zeigen deren viele Fehler bei der Vorhersage des Jüngsten Tages. Wenn alle Zeugen Jehovas den gleichen Fehler machen, dann müssen sie ihn doch irgendwoher übernommen haben, so wie zwei Schüler, die den gleichen Fehler haben, voneinander abgeschrieben haben müssen. Da die Bibel aber irrtumslos ist, können die falschen Zeugen ihre Irrtümer auch nicht aus der Bibel abgeschrieben, sondern nur von ihrem Papst übernommen haben.

60The Northwestern Lutheran, Milwaukee (Wisconsin) 24. Dez. 1944, S. 276.

61„... we enjoy religious liberty under the protection of our government“.

62"Like thousands of others with deep Norwegian roots, in America as in other countries, he had volunteered to fight when the light of democracy flickered and died in Europe. Many of them gave their lives for the sake of our freedom. We are deeply indebded to all of them" Lutheran Sentinel (Gemeindeblatt der Evangelical Lutheran Synod, ELS), Febr. 1985, S. 10.